Ob Geld zurückkommt, entscheidet sich fast nie daran, wen Sie beauftragen. Es
entscheidet sich daran, wie Sie gezahlt haben und wie schnell die Bank es erfährt.
Alles andere auf dieser Seite kann warten. Der Anruf nicht.
Die Reihenfolge6 Schritte
01
Stellen Sie jede weitere Zahlung ein
Gebühr, Steuer, Versicherung, Kontoupgrade, Anwaltskosten: keine dieser
Zahlungen gibt ein Guthaben frei, und auf jede folgt die nächste Forderung.
Das angezeigte Guthaben hat nie existiert. Das ist die einzige Entscheidung,
die vollständig bei Ihnen liegt und sofort wirkt.
02
Rufen Sie heute Ihre Bank an
Verlangen Sie die Betrugsabteilung, nicht die Filiale. Halten Sie
Empfängerkonto oder Wallet-Adresse, Beträge und Daten bereit. Haben Sie über
eine Kryptobörse gezahlt, melden Sie den Fall dort im selben Zug.
03
Sichern Sie die Belege
Screenshots der Plattform mit dem angeblichen Guthaben, alle Zahlungsbelege,
exportierte Chatverläufe aus WhatsApp oder Telegram, E-Mails mit vollständigem
Kopfbereich. Zugänge werden nach einer Warnung oft binnen Tagen abgeschaltet.
04
Erstatten Sie Anzeige
Über die Onlinewache Ihres Bundeslandes, kostenlos und ohne Anwalt. Sie erhalten
ein Aktenzeichen, das Sie später gegenüber Bank, Versicherung und Finanzamt
brauchen. Mehrere Anzeigen zum selben Anbieter führen häufig zu einem Verfahren.
05
Melden Sie es der Aufsicht
Die BaFin holt kein Geld zurück, aber Ihre Meldung fließt in
die nächste Warnung ein und schützt die Person nach Ihnen. Verbrauchertelefon
0800 2100500.
06
Rechnen Sie mit dem zweiten Anruf
Er kommt fast immer, und er klingt hilfsbereit. Jemand bietet an, Ihr Geld
zurückzuholen, gegen eine Gebühr im Voraus. Legen Sie auf. Niemand Seriöses
verlangt Vorkasse oder fragt nach Ihrer Wallet-Wiederherstellungsphrase.
Nach Zahlungsweg
Welche Frist bei Ihnen läuft
Suchen Sie Ihren Zahlungsweg. Die kürzeste Frist auf dieser Seite läuft in Stunden ab.
Der Kontakt kommt über eine Anzeige, eine Messenger-Gruppe oder einen Anruf. Es
folgt eine kleine Einzahlung, die sich auszahlen lässt, damit Vertrauen entsteht.
Dann eine größere. Auf dem Bildschirm steigen die Zahlen.
Und im Moment der Auszahlung steht plötzlich eine Forderung im Weg: eine Steuer,
eine Gebühr, eine Versicherung, ein Kontoupgrade.
Der Auszahlungstest
Fordern Sie früh eine Auszahlung eines kleinen Betrags an, solange wenig auf dem
Spiel steht. Was dann passiert, sagt mehr über einen Anbieter aus als jede
Selbstdarstellung, jedes Siegel und jede Lizenznummer auf seiner Website.
Prüfen Sie nur bei der Behörde
Lizenznummern auf der Seite eines Anbieters sind regelmäßig von echten Instituten
abgeschrieben. Schlagen Sie den Namen in der öffentlichen Unternehmensdatenbank
der BaFin nach, nicht auf der Seite, die Sie beurteilen wollen.
Steht Ihr Anbieter bereits auf einer Warnliste? Schlagen Sie Namen und genaue
Domain in unserem Register nach.
Häufige Fragen6
Kann ich eine Überweisung nach einem Betrug zurückholen?
Manchmal, und es hängt an Stunden. Solange das Geld noch auf dem Empfängerkonto liegt, kann Ihre Bank einen Überweisungsrückruf an die Empfängerbank richten. Ein Anspruch darauf besteht nicht, die Empfängerbank muss zustimmen und der Betrag muss noch da sein. Deshalb ist der Anruf bei der Betrugsabteilung Ihrer Bank der erste Schritt und nicht der dritte.
Und bei Kreditkarte oder Lastschrift?
Dort stehen die Chancen besser. Eine Lastschrift können Sie als Verbraucher innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben. Bei Kartenzahlungen gibt es das Rückbuchungsverfahren der Kartensysteme, das an Fristen gebunden ist; melden Sie den Fall Ihrem Kartenanbieter deshalb sofort und nicht erst, wenn feststeht, dass nichts mehr kommt.
Kann man Kryptowährung zurückholen?
Eine bestätigte Transaktion in einer Blockchain kann niemand rückgängig machen, auch keine Behörde. Wer etwas anderes behauptet und dafür eine Vorauszahlung verlangt, begeht die nächste Straftat. Was möglich ist: Wenn Sie über eine Börse gezahlt haben, melden Sie den Fall dort sofort, weil Börsen Auszahlungen an gemeldete Adressen einfrieren können, solange das Geld noch bei ihnen liegt.
Lohnt sich eine Anzeige überhaupt?
Ja, aus zwei Gründen, auch wenn die Täter im Ausland sitzen. Sie erhalten ein Aktenzeichen, das Banken, Versicherungen und Ihr Finanzamt später verlangen. Und Anzeigen aus mehreren Bundesländern zum selben Anbieter sind oft der Auslöser für ein Sammelverfahren. Die Anzeige geht online über die Onlinewache Ihres Bundeslandes.
Was ist Vorschussbetrug nach dem Betrug?
Der zweite Anruf. Nach einer veröffentlichten Warnung melden sich Leute, die anbieten, Ihr Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen, häufig unter dem Namen einer Kanzlei oder eines Ermittlungsdienstes. Die Daten stammen meist aus demselben Umfeld wie der erste Betrug, weil dort bekannt ist, wer bereits gezahlt hat. Die BaFin warnt ausdrücklich davor. Zahlen Sie nichts im Voraus.
Brauche ich einen Anwalt?
Das hängt vom Fall ab, aber es ist nie der erste Schritt. Bank anrufen, Belege sichern und Anzeige erstatten kosten nichts und wirken sofort. Eine anwaltliche Vertretung lohnt vor allem dann, wenn ein greifbarer Gegner existiert, etwa eine Bank in der EU, an die überwiesen wurde. Lassen Sie sich keine Erfolgsquote versprechen: seriöse Vertretung nennt Risiken und Kosten, bevor sie Hoffnung nennt.
Sie haben bereits gezahlt? Dann zählt die Reihenfolge oben, und
der zweite Schritt zählt heute. Schildern Sie uns den
Fall, dann sagen wir Ihnen kostenlos, welcher Weg bei Ihnen noch offen ist.